15. 03 2006

wir erinnern uns, in 2 jahren soll hier ein teil des drittgrössten sportanlasses der welt über die bühne gehen. hier, und nicht dort wo die beiden herren im bild herkommen, habe ich gestern ganz entsetzlich gefroren. nach der sportlichen einlage einiger konnte sich ein illustres publikum von der wortwendigkeit beider nationaltrainer beeindrucken lassen. ich jedenfalls kenne den liebenswürdigen älteren herrn aus zürich bloss von secen antwortsfragmenten nach spielen seiner mannschaft. als dann der tv-journalist versprach, jetzt werde über emotionen gesprochen, kniff ich mich sicherheitshalber in die kältetaube wange und blickte mich nach dem notausgang um. aber nichts da: von träumen, investitionen, teamfamilie und nationalen glücksgefühlen war die rede, virtuos javier marías zitiert, dass meinereine darob fast den schmerz an den langsam auftauenden zehen vergass.
langsam setzt sich also der gedanke an diesen anlass in den köpfen fest. leidig ist das thema der finanzen dabei allemal und nach wie vor habe ich keine lust, der uefa die gewinne zu überlassen und gemeinsam mit otto normalverbraucher die explodierten sicherheitskosten zu berappen, numeso.
ach ja, um allfälligen fragen vorzubeugen: nein, meine kamerafunktion am handy ist nicht die beste; sonst funzt es aber. und der herr im weissen hemd, der eben einen 11meter getreten hat, heisst christoph eymann und amtet als baselstädtischer erziehungs- und sportdirektor. sein coach im hintergrund ist hakan yakin, und er hatte noch einen stapel autogrammkarten dabei.
15. 03 2006 um 11:22
Hab mich beim Lesen der Seite 19 im Bund noch gefragt, ob Sie eventuell auch zu den bedauernswerten Menschen gehörten, die sich im Wankdorf die Zehen abfroren
Dass Sie Marías lesen, ist nicht weiter verwunderlich, aber dass es ausgerechnet gerade seine dem Fussball gewidmeten Werke sind, erstaunt mich einigermassen.
Im Übrigen pflichte ich gerne bei, dass die UEFA Batzeli abgeben sollen. Es geht ja nicht an, dass einer das Risiko trägt und der andere die Gewinne einstreicht, oder nennt man das freie Marktwirtschaft?
Wünsche erfolgreiches Auftauen
15. 03 2006 um 13:57
es heisst, gewinne privatisieren und verluste sozialisieren. in der bz bin ich übrigens auf der titelseite zu sehen …
es war der nette zürcher, der marías zitierte – auf deutsch, weshalb ich es nicht gemerkt hätte, wenn er es nicht gesagt hätte (hmchkm!)
15. 03 2006 um 15:27
Hab soeben die Cafeteria um die BZ erleichtert und tatsächlich, da auf der Titelseite, laut und deutlich
Schön, dass der nette Zürcher Bücher liest, ein Vorbild auf und neben dem Bolzplatz.