
Mai 2006
30. 05 2006
28. 05 2006
heute sind wir nach einem milden und mit brücke gebauten minibreak im oberland wieder in den flachländer regen zurückgekehrt. am freitagmorgen musste ich für unsere erstgeburt ein paar paninibildli kaufen, weil er allen ernstes grossmuttis jasskarten mit zu freunden nehmen wollte, um dort mit den kindern “schütteler zu teilen”. leider hatten wir drum die diesjährige special edition zuhause, d.h. im unterland gelassen. sie ist inzwischen auf sicher zehn seiten ausgebaut. einen kleinen auszug davon möchte ich aber der geneigten bekanntschaft nicht vorenthalten, denn beim nächsten mal wird das nicht mehr möglich sein, entweder weil es dannzumal grad total unccol sein wird (unwahrscheinlich) oder aber, weil der bub dann keinen so freien geist mehr haben wird.
19. 05 2006

gestern spät fragte mich der graber, mit einer mischung aus belustigung, beleidigung und verblüffung in der stimme, ob ich noch ein zweites blog zu füttern im stande sei. dumme frage, werden sie sagen, es reicht ja nicht einmal für ein erstes richtig. grabers frage rührte aber daher, dass er in einem computerheftli über eine notiz gestrauchelt war, die lizaswelt vorstellte, als ein blog über fussball und politik und wie das alles und viel öfter als wir denken, zusammenhängt.
nun, das wäre der ehre zu viel, denn über fussball kann ich allerhöchstens glossieren und hanebüchenes daherschreiben, weil alle welt (nicht bloss lizas) davon gegenwärtig ergriffen scheint. politik wäre da schon eher mein ding, auch fussballpolitik: am 7. 6. wird der schweizer senat über die bundesbeteiligung an der finanzierung der euro 2008 befinden. gesamthaft wird die öffentlichkeit gegen 200 millionen franken bezahlen. schliesslich ist ja die uefa ein gemeinnütziger verein (zahlt als solcher keine steuern) und verdient milliarden. als monopolistin beim organisieren derartiger anlässe diktiert sie bedingungen, die politikerinnen aller länder strahlend erfüllen – auch unsere, bzw. gerade auch unsere.
18. 05 2006
der blick aus unserem küchenfenster bietet eigentlich fast allen etwas: nette häuser im hintergrund, die eisenbahnbrücke (für die kleinen) noch weiter hinten, im vordergrund ein kleiner park mit drei schmucken linden, ein paar sitzgelegenheiten und einer unterlage, die zum boulespielen einlädt.
heute, zu bester sendezeit – also während ich mit meiner brut zu abend speiste – geschah etwas, was meine frühjahrspädagogik für dreieinhalbjährige unverschämt unterspülte (sic!).
ein herr mit gut sichtbarem bauchansatz, ca. 45-jährig, fönfrisur und im dunkeln anzug tritt von links ins bild. ich denke, aha, sandwichpapier in den müll werfen. denke ich! pfft: packt aus uns brunzt vor versammelter gemeinde in den buchenhaag direkt neben den rotgelb geflammten kübel (wenigstens nicht hinein denken sie jetzt, oder es regnet ja eh in einem fort, usw.).
ich nicht! ich wohne nämlich da, darum öffne ich das fenster und rufe grüsu – sie erinnern sich, dass ich mit meiner brut zu tische sitze, daher die einigermassen gesittete wortwahl. der herr verrichtet scheinbar ruhig fertig und schlendert dann (möglicherweise pfeifend) von dannen und lässt seinen blick arglos über die fenster unserer häuserreihe flanieren. diese geste konnte ich nur wild winkend quittieren. ich musste eine weile winken, bis er mich hinter dem längst wieder geschlossenen fenster sah (das wetter haben wir ja oben schon besprochen).
und was hat das mit frühjahrspädagogik zu tun? wir üben halt grad, dass mann nicht an allen möglichen und unmöglichen orten im garten und auf spiel- und anderen plätzen markieren soll. und noch etwas (hanses be warned!) ich glaube nicht an die mähr von klein hänschen und hans und werde auch in zukunft nachbars katzen mit kies und die freier der anderen nachbarinnen mit verwünschungen bewerfen, wenn sie sich vor meinen augen entblöden.
16. 05 2006
Gelbe und Rote KarteDiese selbsterklärenden Argumentationshilfen ersparen dem Sender das aufwendige Formulieren von Appellen und Unmutsbezeugungen, die allzuoft wirkungslos in schlicht strukturierten Empfängermodulen verpuffen. Vom Schiedsrichterausrüster b+d, seit 1978 offizieller Ausrüster aller Fussball-Welt- und Europameisterschaften. Rot und gelb. Aus Kunststoff. Mit einem Blanko- Sündenregister. 9 x 12 cm.
für solche texte vergöttere ich die manufactum kataloge. es ist erst noch billigst, weil man da ausnahmsweise auch etwas davon hat, ohne gleich in kaufrausch verfallen zu müssen.
der artikel ist übrigens unter der Nummer 73600 für 5.50.– zu haben
11. 05 2006
heute erreicht mich – im nachgang zum gestrigen kuscheligen tv-abend, eine köstliche sammlung von fussballerweisheit mit freundlicher genehmigung der deutschen sparkassen. am besten gefällt mir die zum bild unten passende (im titel). wie einigen sofasportlerInnen vor dem herrn vielleicht auch aufgefallen ist, steht auf diesem goalie-libli lediglich “zubi”, wiewohl wir ja alle wissen, dass sein voller name zuberbühler lautet. nu, nach dem spiel folgte unsägliches hockey-sur-glace, wm sogar, in riga scheints. auf jeden fall waren das grad zwei trendsportarten auf einen chlapf und obschon man nicht äpfel mit birnen vergleichen soll, ist mir doch aufgefallen, dass dort ein schweizermensch mitmacht, der blindenbacher (jagenau BLINDENBACHER) heisst. wieso ich das weiss? es steht auf seinem liibli und zwar von B bis R und in grossen lettern, dass auch ich sehbehinderte es gewahrte. konnte natürlich nicht an mich halten und meine scharfe analüse dem sofagspändli angedeihen lassen, welcher da meinte: kannst ihm ja nicht blindi auf den rücken schreiben.
hm, aber zubi geht dann odrwas?!
3. 05 2006
werte leserInnenschar, unlängst wollte ich eine fleischersatzwerbung mit einem buch verheiraten und hier vorzeigen, was nicht gelang, weil besagte werbung nicht präsentabel aufzutreiben war. nun war das nzzfolio so einsichtig, oder coop, mir das helglein in einer grösse und qualität zu liefern, dass ich es einscannen und heute hier stolz präsentieren darf: voici heribert!

… vermag offenbar nicht einmal mit seinem abgang recht emotionen zu wecken. auch die reaktionen meines geschätzten publikums ergo nicht. tanja hat in zwei mageren zeilen ihre bilanz offenbar auch formal unterstreichen wollen – gefällt mir persönlich doch eher besser als xirahs nihilistischer ansatz. enttäuscht (und zwar im negativen sinn) bin ich von magenta – oder ist sie noch am schreiben und hat die deadline verpasst?
sixwieswell – danke fürs mitmachen und wer ein garamel will, söll sich melden!
