der blick aus unserem küchenfenster bietet eigentlich fast allen etwas: nette häuser im hintergrund, die eisenbahnbrücke (für die kleinen) noch weiter hinten, im vordergrund ein kleiner park mit drei schmucken linden, ein paar sitzgelegenheiten und einer unterlage, die zum boulespielen einlädt.

heute, zu bester sendezeit – also während ich mit meiner brut zu abend speiste – geschah etwas, was meine frühjahrspädagogik für dreieinhalbjährige unverschämt unterspülte (sic!).

ein herr mit gut sichtbarem bauchansatz, ca. 45-jährig, fönfrisur und im dunkeln anzug tritt von links ins bild. ich denke, aha, sandwichpapier in den müll werfen. denke ich! pfft: packt aus uns brunzt vor versammelter gemeinde in den buchenhaag direkt neben den rotgelb geflammten kübel (wenigstens nicht hinein denken sie jetzt, oder es regnet ja eh in einem fort, usw.).

ich nicht! ich wohne nämlich da, darum öffne ich das fenster und rufe grüsu – sie erinnern sich, dass ich mit meiner brut zu tische sitze, daher die einigermassen gesittete wortwahl. der herr verrichtet scheinbar ruhig fertig und schlendert dann (möglicherweise pfeifend) von dannen und lässt seinen blick arglos über die fenster unserer häuserreihe flanieren. diese geste konnte ich nur wild winkend quittieren. ich musste eine weile winken, bis er mich hinter dem längst wieder geschlossenen fenster sah (das wetter haben wir ja oben schon besprochen).

und was hat das mit frühjahrspädagogik zu tun? wir üben halt grad, dass mann nicht an allen möglichen und unmöglichen orten im garten und auf spiel- und anderen plätzen markieren soll. und noch etwas (hanses be warned!) ich glaube nicht an die mähr von klein hänschen und hans und werde auch in zukunft nachbars katzen mit kies und die freier der anderen nachbarinnen mit verwünschungen bewerfen, wenn sie sich vor meinen augen entblöden.