vor zehn tagen wurde unserer erstgeburt vor der kita der göppel entwendet. schock und entsetzen, man klaut doch einem 3jährigen (bzw. fast vier, ‘tschuldigung!) kein velo … dann dachten wir, das hätten wohl schulfreie kinder verschleppt, die umgehend oder spätestens am abend von ihren erziehungsberechtigten zur reuigen rückgabe geprügelt würden. nichts dergleichen. am donnerstag sichtete die erstgeburt, die auch noch adleraugen hat, das velo unter einem wildfremden kind. die folgende verfolgungsjagd endete aus logistischen gründen zu unseren ungunsten.
am samstag waren wir auf einem fussballbiz mit freunden verabredet … und sie ahnen es, meine lieben, unser velo war auch dort*. zwar waren allerlei gadgets abgerissen, damit man es nicht zu schnell wiedererkennt, aber eben, unser adlerauge war auch dabei. herr mazo begleitete es zu den rückgabeverhandlungen, die zäh und unfreundlich abliefen. zuletzt einigten sie sich, dass wir das radl mitnehmen und am sonntag die “dokumente” vorweisen, denn die andere sippe behauptete, das velo vor einem monat im brockenhaus gekauft zu haben. zuhause fanden wir aber unten auf dem rahmen den einen kleber wieder, auf dem die nachbarsfamilie, von der wir das gefährt leihweise haben, den namen der erstbesitzerin und die damalige adresse angeschrieben hatten. damit war uns klar, dass wir uns wirklich nicht irrten. die dokumentenrunde liessen wir deshalb platzen.
die umstände hingegen sind so haarsträubend, dass wir eine anzeige für angemessen hielten, und zwar nicht gegen die kinder, sondern die eltern, die das klauen dulden und danach fakten vertuschen und lügengeschichten auftischen.
wir liessen es am ende doch sein, denn wir hätten am samstag das rad (so offensichtlich es unseres war), nicht ohne die polizei zurücknehmen dürfen. man erklärte uns, wir würden “den prozess” verlieren. deswegen und weil die familienverhältnisse der anderen so kompliziert sind, dass die sache sich verheddern würde und bestimmt genau die arroganten typen auf dem sportplatz, denen eins auf die finger gehört, nicht behelligt worden wären.
fazit: auch kindervelöli müssen auch auf privaten abstellplätzen angekettet werden und auf laue sommerabenddienste von diensthabenden polizeistreifen werden wir ein nächstes mal keine rücksicht nehmen. so hätten wir nämlich möglicherweise sogar die quietschgiraffe zurückerobert …
* hier ist folgende präzisierung nötig: beide “sippen” verlustierten sich auf einem öffentlichen spielplatz, kennen und kannten sich nicht - das wäre ja ein lustiges fest geworden, sonst!


