irgendwie werden wir dieses virus nicht los. seit wir wieder in der schweiz sind, werde ich mindestens täglich gefragt, wann endlich mai sei (und damit so warm, dass mazito im fussballleibchen herumhängen darf). dann kam die geschichte mit den gipsen. so nannte er die schienbeinschoner. solche zu kaufen, fand ich jenseits von all meinen prinzipien und ich bastelte ihm ein set aus einem schreibblockrücken - sie werden anstandslos akzeptiert und ich glaube sogar, sie würden etwas taugen, wenn denn ein viereinhalbjähriger je in die situation eines sog. zweikampfes käme. vor 10 tagen begann nun die frage der fussballschuhe erneut, bzw. er beantwortete sie sich selbst indem er begann, überall hin im rucksack die latschen von herrn mazo (gr. 43) mitzuführen. den sonntag verbrachte er nun mehrheitlich in diesen, auf dem fussballfeld stehend, weil an gehen oder gar rennen nicht zu denken war. als ich darauf den am feldrand lagernden eltern anderer kinder gegenüber zugab, dass ich möglicherweise doch mal in der börse schauen könnte, ob… wurde mir ziemlich streng und, wie mir schien, eingeübt erklärt, “sie” hätten dem schon lange welche gekauft. als überzeugte netzwerkerin versprach ich, in mich zu gehen - schliesslich will ich ja nicht aus der feldrandcommunity geworfen werden. am sonntag vor dem schlafen gehen, versprach ich also dem mazito, wir würden am dienstag für ihn ein paar schuttischuhe kaufen. heute früh halbacht (jaja!!) erschien mir ein perfekt angezogener wicht am bettrand und befahl mir, mazitico reisefertig zu machen und selber aufzustehen, weil wir nachher mal vorwärts machen sollten. der laden meiner wahl öffnet gottseidank erst um halbzehn. wir waren pünktlich. es hatte ein paar für ca. einen fünftklässler und ein kleineres, das bloss eine nummer zu gross ist - gekauft und wieder heimwärts. fast zuhause sinnierte der gockelnde bube: weisst du, liza, ich bin nicht stolz wegen der schuhe, einfach froh.
und ich hoffe, heute nicht zum letzten mal etwas wirklich bedeutendes getan zu haben, amen.
April 2007
24. 04 2007
16. 04 2007
vor zwei wochen noch fürchteten wir, dieses jahr ohne eigene aprikosen auskommen zu müssen, weil just während der tage, da unser bäumlein in voller blüte stand, der heurige winter abgehalten wurde und ganz bestimmt die fleissigen bienlein zuhause auf dem ofenbänklein blieben. ein freund mit grünem daumen frustrierte mich zusätzlich mit der bemerkung, er würde den insekten ohnehin nicht trauen und mache “es” jeweils eigenhändig. gestern nun, als ich zwecks blackeneradikationsmassnahmen so nah beim spalier stand, dass ich trotz kurzsichtigkeit die inzwischen vertrockneten blüten und ihre umgebung in augenschein nehmen konnte, durfte ich feststellen, das unverhofft eben oft doch kommt.
5. 04 2007

alpacamützen, kupferschmuck, fingerpüppchen, fein bemalte kürbisse, fussballleibchen für die padrina und vieles mehr haben wir absichtlich mitgebracht. vieles haben wir ausgeschlagen und mindestens etwas unfreiwillig geschmuggelt. legal bringt man ja tiere nicht aus einem tropenland in die schweiz, äbe. meine neuen haustiere haben mir bereits einige sorgen* und freuden* bereitet (* minus 5kg…). aber nun ist schluss. ich bin für die nächsten 17 tage auf scharfer medizin und muss dabei völlig abstinent bleiben. im widerhandlungsfall drohen mir höllenqualen, die menschen mit alkoholproblemen allenfalls nachvollziehen können (im beipackzettel steht lakonisch, die wirkung des medikamentes in kombination mit alkohol sei die gleiche wie bei antabus, dafür solle man während der therapie kein antabus schlucken…). item, es ist ja ohnehin noch ein bisschen fastenzeit.
und wenn wir schon beim erinnern sind: dieser fällt mir diesmal rechtzeitig ein. jetzt, wo ich mein fett (vorübergehend) weg habe und mein sohn im vergangenen jahr (wieder) richtig hören lernte, darf ich ihn hoffentlich auch einmal platzieren.
frohe ostertage in die runde!
