heute wird im nationalrat das sprachengesetz beraten. was lange währt wird endlich - mindestens bis zur beratung im ständerat - gut. durch eine “unheilige” allianz der beiden parteien, die mindestens die buchstaben p und s für die abkürzung ihres namens brauchen, wurde im gesetz festgehalten, dass sich bund und kantone dafür einsetzen, dass als erste fremdsprache in der schule eine landessprache unterrichtet werden solle (und nicht wahlfreiheit, wie die edk letzten freitag ins harmos geschrieben hat).
ich weiss, dass dieser entscheid spontan nicht bei allen, die hier mehr oder weniger mitlesen, auf gegenliebe stossen wird…
nichtsdestotrotz, lest die debatte (nr 04.029 pa. iv. levrat, in mehreren portionen am 20. juni 07) sie ist wirklich hoch interessant. es wurden dort auch statements gemacht, die ich noch in der altersWG feiern werde. etwa heiner studer, der sich an einen zürcher erziehungsdirektor erinnert, der mit ungenügend entwickeltem demokratieverständnis arbeiten musste oder hans widmers antwort (fehlinvestitionen, ganz einfach!), der auf eine frage von nationalrat vischer, ob er denn glaube, widmers genossin und zürcher erziehungsdirektorin werde sich freuen, nachdem sie soo viel ins frühenglisch investiert habe.
grammatik ist für mich eben auch sprachengesetz, daher diese titelwahl.
und noch etwas zu den interessenbindungen: ich bin gelernte (gelehrte?!) romanistin, und bewohnerin eines zweisprachigen kantons.