July 2007


als nächstes erhält karli ein betthupferl, weil er herrn mazo ausser gefecht gesetzt hat, und ich schnappe mir hp.

schönes wochenende!

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befinde mich gegenwärtig in musikalischer weiterbildung. dabei gebe, habe und mache ich mühe - und fortschritte. das ist natürlich besonders ohrenfällig, weil ich mangels zeit und energie zum üben eben genau das zuwenig getan habe. nun, mittendrin strenge ich mich natürlich schon noch an…

unter diesen umständen versteht man wohl auch, weshalb mir die einheit improvisation ganz gelegen kommt. zudem werden wir dort ganz philosophisch, reden über formen, grenzen, verständigung, diskutieren über kunst- und umgangssprache und spielen töne, die sonst nur unbeabsichtigt herausrutschen - umgangssprache eben.

in seiner herkunftsfamilie hiess man ihn charly. wie wir aber vor einem halben monat wieder einmal einsehen mussten, ist lizamazo eine penetrante landessprachenverfechterin. nun habe ich mich fast einen ganzen tag darein geschickt, dass das tier nun eben bereits heisst, wie es heisst. bis mit mazitico zuhilfe kam. er ruft den stubentiger karli.

mit einem exkürslein in die linguistik möchte ich erklären wieso: vor einem jahr, als das büblein begann, richtig viel zu reden, konnte er k und z noch nicht adäquat einsetzen. sein gotti hiess damals gottizatti. weil er inzwischen kathy sagen kann, will er auch in anderen fällen korrigieren (wo das gar falsch ist) also ka(r)li anstatt zalli. aus dem spanischen kenne ich das lustigste beispiel und möchte mir damit beiläufig den landessprachenchauvinismus abputzen: partizipien auf -ado werden oft geschliffen und es tönt nur noch -ao. der kultivierte spanier sagt deshalb der stadt mit dem guggenheim bilbado. das nennt man, irrtum vorbehalten, eine hyperkorrektur.

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das ist er also: ein supermonsterchen. hat sehr schnell das küchenruhbett für gut befunden und damit 75 karmapunkte gewonnen. in 36 stunden bei uns hat er noch nie “daneben” weder gemacht noch sich benommen. wenn das nur gutgeht…

heute waren wir im grossen laden des orange-roten riesen, weil wir ein neues familienmitglied bekommen und nebst einem namen auch noch fressnäpfe u. ä. brauchen.

alles ist grosso modo gut gelaufen. es wurde quasi nicht gequengelt und auch die kasse war schon geschafft, als mich plötzlich ein bärtiger älterer herr mit seinem blick fixierte und in seinen bart hinein fragte, ob ich eine supercard hätte.

ehm, j-jaha, schon…

geben sie mir die schnell.

folgsam klaubte ich das objekt hervor und fragte, was er denn damit anstellen wolle.

er habe eben keine und kaufe da für etwa 300 franken ein; und eilte mit meiner karte zur kassierin.

zunächst begriff ich wirklich nicht, was das sollte. inzwischen habe ich verstanden, dass er mir 3 franken schenken wollte. er hatte eben auch diskret sein wollen, damit die matrone an der kasse nichts merkt. irgenwie rührend, auch dass er einen grossen teil des betrages in just das selbe katzenfutter investierte wie ich und im übrigen dem roten wein nicht abgeneigt zu sein scheint.

wenn euch das auch einmal passieren soll, müsst ihr einfach mit dem rucksack, ein paar kleinkindern und in gummistiefeln ein grosses einkaufszentrum aufsuchen - wahrscheinlich sah ich wirklich unterstützungswürdig aus…