der heutige mittag und sein wetter waren für berns gastronomie zu schade. wir machten uns auf, eine runde der aare entlang zu bummeln. der weg führte aus der bäckerei ins mattequartier. kein mensch unterwegs, alles sandstein in asphalt in der badgasse. fast hätten wir das blasse, fahle köpflein übersehen, das aus einem fenster im erdgeschoss ragte und uns erwartungsvoll entgegenzublicken schien. mir war es ein bisschen ungeheuer, trotzdem grüsste ich. sie erwiderte und schob  nach, ob sie etwas fragen dürfe. sie hielt sich am fensterbrett fest und bat, ob wir ihren briefkasten leeren könnten, bei p. , sie könne leider nicht gehen. mazo nahm den schlüssel, ich behändigte das posthäufchen mit einer gratiszeitung zuoberst und brachte es zum fenster zurück. frau p streckte mir einige münzen entgegen. eilig legte ich das papier aufs brett und wehrte ab, “nein gewiss ist das nicht nötig!” – aber wenigstens die mäuslein sollten wir bitte nehmen. die mäuslein, also gut.

vielleicht wusste sie, dass die menschen nach einer solchen begegnung etwas zucker und schokolade einfach brauchen…