diesmal die lippe mit drei stichen genäht… . die gemeine gesichtsstanzung erreicht man durch ordinäres aufs maul fallen (auf ein lochblech) - macitico ist zwar von unseren kindern der, dem genau dies normalerweise NICHT nachgesagt wird.
May 2008
27. 05 2008
17. 05 2008
das dulce de leche-töpfchen marke chimbote von gotte xirah ist zur neige gegangen. ungern erinnere ich mich an versuche, selber milchkonfitüre herzustellen, weil es erstens ewig dauert und zweitens: wehe der, die das natron zum falschen zeitpunkt oder in unangemessener menge beifügt. ziemlich amusiert und interessiert habe ich deshalb folgendes ausprobiert.
schritt eins: eine tube (oder büchse) kondensmilch wird im dampfkochtopf mit zwei fingerbreit wasser angesetzt. bei der tube wird der plasticdeckel entfernt, darunter ist ja eine blechfolie, oder?
schritt zwei: sobald ein ring zu sehen ist, wird die die hitze so reguliert, dass auf selbigem stand dreiviertelstunden durchgehalten wird. buch holen, küchenwecker stellen.
schritt 3: druck ablassen, die tube über nacht auskühlen lassen, deckel noch nicht aufsetzen.
schritt vier: mit dem dorn im plasticdeckel die tube öffnen und staunen. bonapp!
NB: wer keinen dampfkochtopf hat, muss die büchse mit wasser bedeckt 3 stunden kochen - aber noch das lohnt sich verglichen mit der mühe und dem abwasch, die sonst drohen.
9. 05 2008
junge menschen sind die, welche mehr freude an der zukunft haben als an der vergangenheit*. mit so einer habe ich gestern gespeist und ihr wohl zwischen zwei gabeln vom vorabend erzählt. geblieben ist davon die bitte, man möge dem wort “nächti” anstelle von geschterabe wieder seinen angemessenen platz einräumen. und wenn wir grad da sind bitte auch “färn” (für letschtjahr). wie wir darauf kamen? und weshalb ausgerechnet die angeblich junge danach fragt?
vornächti (auch das gibts) wurde ich in einem theaterfoyer zeugin und mitspielerin eines pössleins, in dem ein berner chansonier, seine begleitung und eine bardame wichtige rollen spielten. er erwarb etwas für zwei franken und verwickelte die bedienung in überlegungen zur korrekten verwendung von zwee, zwo und zwöi, und dass das sowieso niemand mehr könne. das zwöi hatte er dann aber sogleich selber am rücken, weil mazo und ich “es” auch können und damit an der bar fünf personen von total fünf. immerhin waren wir uns doch einig, dass uns jede falschverwendung, zwee froue, zum beispiel irgendwie irritiert. den chansonier im negativen, mich im eher gleichgültig-beobachtenden sinn. bleiben wir diplomatisch: ich beobachte mit interesse, wie menschen reden lernen und mit sprachen spielen. dass ich sprachen studiert habe, aber nicht lehrerin werden mochte, möge den rest erklären.
* Alt ist man dann, wenn man an der Vergangenheit mehr Freude hat als an der Zukunft. (John Knittel)

