letzte woche war ich mit t. in rom. das hat er als ziel für unsere “konfreise” gewählt. würde jederzeit wieder gehen und wenn es nach macito geht schon bald; der ist beleidigt, dass ich nur mit dem gottenbub gefahren bin…

wir haben gesehen, was man so schaut, steinhaufen, pittoreskes, die metro a und b, den vatikan usw. usf.

am sonntag fuhr t. in eine andere gegend italiens zu seiner inzwischen dort eingetroffenen familie und ich fuhr nachhause. ich habe ja auch so ein ämpedrü-gerät und dazu konnte ich endlich mal kapuscinski-reportagen lesen. neben mir sass eine italienerin, die einen text (seminararbeit oder so) korrigierte. etwa in bologna war das gerät bei einem stück von queen marys beerdigung, das mir besonders gefällt. deshalb drehte ich lauter und merkte gleich, was geübte gerätleinnutzerinnen sowieso wissen - man hörts von draussen… die dame spendierte zu ihrem seitenblick ein schmunzeln und mir wars peinlich; schliesslich kann ich nicht mehr auf nachsicht wegen jugendlicher rebellion zählen, jedoch auch nicht tun, als ob zugeben dass ich die technik nicht unter kontrolle hätte. item, danach war die musik ohnehin zu ende und ich legte den apparat weg. bald darauf fragte es von links, ob ich deutsche sei (auf italienisch, ausnahmsweise - in rom könnens nur englisch mit blonden). ich erklärte, dass nein und dass ich den text trotzdem auf deutsch fast am besten verstehe. sie habe grad in diesem papier eben auch von kriegsberichterstattung gelesen, die arbeit handle von feministischen dingen und ob ich [ah, da] die autorin auch kenne. wieder einmal ärgere ich mich, dass ich nicht mehr über die grenzen lese, merke mir aber mindestens den namen. sie lässt es nicht dabei bewenden und erklärt weiter, wie die frau emcke scheints nur noch mittels briefen an familie und freunde habe schreiben können, was um sie herum vorgeht. das kommt hier bei kapuscinski auch, sagte ich und was tun die, wenn ihre arbeitgeber artikel verlangen? die signora wusste es auch nicht. sie müsse übrigens nach como, eine tante sei überraschend gestorben, der zug fahre 18.25. ach, meiner auch - aber obschon beide nach basel zielen, fuhr ich am ende via brig spiez und ihrer bellinzona etc.

am mailand hatte ich zwei dreierteams wyberreisen, die einen um die 70, lösten kreuzworträtsel (widerspruch mit 4 buchstaben, us-bundesstaat mit ebenfalls vier, tropische küstenpflanze mit m). die anderen, um die 45 haben kinder, die ausziehen (oder doch nicht), lassen sich scheiden, essen zuviele m&m und werden plötzlich sehr still (wir sind im cisalpino…).

aber diese frau emcke interessiert mich jetzt wirklich.