November 2008


gestern und heute durfte ich an einer interessanten veranstaltung an einem gefährlichen ort teilnehmen.

eine referentin hat dabei eine zukunftsweisende episode erzählt, die ich auf keinen fall verlieren möchte und überdies gern teile – ergo hier aufbewahre.

sie erzählte, ein verwandter habe sich in schweden um eine stelle beworben. im verlauf des vorstellungsgespäches wurde er auf seine beiden kinder, die er laut dossier habe, angesprochen. und auf den umstand hingewiesen, dass aus seinen unterlagen (leider) nicht ersichtlich sei, dass und wie er sich an deren betreuung beteiligt habe.

amen.

leider musste das hübsche ringelmätzchen wieder nachhause. aber wir werden wohl bei der hiesigen musikschule anheuern, denn macito war sehr enttäuscht – auch wenn er professionell behauptete, es sei ihm egal.

heute in der sunndigsänzäzät von wolfgang bortlik

manisch depressive

schübe, respective

einfach bipolar?

illusionsverwoben

stammhirn leicht verschoben

triebenthemmt sogar?

steht er unter drogen

die ihn so verbogen?

ödipus-komplex

aus den frühen tagen?

angst vor dem versagen

ist’s bloss schlechter sex?

ist er menschenfresser?

kann er alles besser?

grössenwahn? profit?

kann es geld erzwingen?

wann vor allen dingen

spielt er selber mit?


macito hatte letzte woche geburtstag und das glück, einen drachen geschenkt zu bekommen. für dieses wochenende war dessen junggesellenflug auf dem programm. bloss der wind war still… deshalb musste mazo im internet wind suchen und fand diesen im oberland richtung brienz, besser noch meiringen. gegen mittag waren wir reisefertig. wir dachten sogar daran, rechtzeitig aufzubrechen, weil wir noch eine familienkarte brauchten. dass dazu ein ausweis des kindes nötig sein würde, kam uns hingegen nicht in den sinn. am schalter fand die dame dann aber, dass schon, wie wir denn sonst beweisen wollen, dass er wirklich sechs sei. mir war es einerseits etwas unangenehm, weil so offensichtlich blöd von uns. andererseits tat sie allzu katholisch. deshalb schlug ich vor, wir würden heute noch ohne fahren, schliesslich könne uns auch keiner beweisen, dass er schon sechs sei. es versteht sich von selbst, dass wir geschätzte vier minuten später stolze familienkartenhalter waren…