Musa et otium


- a. ist weg. halleluja, praise the lord!
- jedoch ist damit auch wieder a. zurück (was mich nur sehr persönlich etwas nervt, darf man fast nicht zugeben, aber sagen wir’s mal so: die ehrenrunde war für ihn bestimmt nicht schädlich) pfui, schlechtes karma.
- und wohl just deshalb musste jp mit dem ganzen heiligen welschberneranspruch über die klinge springen.

in der zwischenzeit habe ich viele bücher gelesen, z.b. sieben ken bruens. das beste dabei: es sind wieder/noch zwei auf lager. heute dann im ausgehstress den film the guard gefunden. hochgenuss! bloss lästig, dass ich glaube, die geschichte stückweise schon anderswo gelesen zu haben…

wieso haben die kinder dieses bohnenfieber?

ziemlich sicher, um ihr territorium abzustecken und durch den kontakt zur grenze die eigene grösse zu erleben. klingt hammerpathetisch, ist es auch, sorry.

jedenfalls habe ich nur einmal eine fahrplananpassung für so ein böhnli gemacht: ich habe macitico mit der oma zum orangen onkel geschickt, um einen sportartikel just am mittwoch zu erwerben, anstatt ihn selber z. b. am freitag zu begleiten. aber interessant ist, dass sie durch mich dennoch höchstens vier erwischt haben, aber nun trotzdem diese armee vollzählig aufstellen können. interessant auch, dass die pillen ja ausser zum haben (entgegen dem geschrei der marketingheinis), offenbar zu wenig taugen.

in zeiten, wo meine bürogspänli entweder ausbrennen oder an schweinegrippe leiden, während meine kinder den winter praktisch unbeschadet überstanden haben (wo ist jetzt dieser holzklotz?!), mag man sich auch fragen, ob wir uns da neue kinderkrankheiten anhusten lassen…

die reden blech im literaturclub, dabei war ich stolz, das sendegefäss endlich mal angetroffen zu haben und obendrein lesen die etwas, was ich kenne: die monkey wrench gang.

leider, leider hat von den vieren keineR die begriffe parodie, ironie oder geschichtsbewusstsein nachgeschlagen.

und kurz vorher liess ich mir versichern, dass meine kleine siggflasche ok ist und nebenbei wurden mir mittels jahresabrechnung billag in erinnerung gerufen, dass ich für diesen stumpfsinn (vgl.oben) bezahle.

wann kommt jetzt dieser house endlich wieder!?

in der zwischenzeit widme ich mich kurpackungsmässig ken bruen, so.

die altjahrswoche ist stellvertretend für die restlichen 51 nett zerronnen:
1 paar socken für macito gestrickt; das tu’ ich sonst gargar nie!

3 tage sport (skifahren); sport tu’ ich sonst zu wenig


1 nettes buch gelesen (die monkey wrench gang (edward abbey); lesen tu’ ich sonst ebenfalls zu wenig.


1 langfädige filmpendenz erledigt (doktor schiwago)


insofern war’s ein happy 2010; merci allen beteiligten herzlich!

gute landung und erfreuliche begegnungen im 2011!

neulich auf der eisbahn, macitico mit wehendem yb-schal:
“he, lisa, da ist der keiner-tussi-weg!*”
zu seiner entschuldigung, er hat etwas hornhautverkrümmung, und wenn einem die bise tränen in die augen treibt…
schöne woche euch da draussen!

*eigentlich wollte ich einen kartenausschnitt mitgeben, aber wir vermuten inzwischen, es sei nicht so ganz offiziell, jedenfalls nicht auf den internetkarten. drum los, räzelt schön, wie heisst der weg, der an der eisbahn vorbeiführt? nein, nicht die bundesgasse meine ich…

am gürbetaler bahnhof x wollte ich gestern nach der orchesterprobe einen schokoriegel in den hohlen bauch passen.

der automat hatte dafür 1 CHF verlangt, was mich sehr christlich dünkte. nach 1 franken schlug er jedoch vor, den saldo zu prüfen und blinkte mir 1.50 vor, was ich breitwillig ergänzte. die entsprechende spirale setzte sich in bewegung, aber der riegel blieb am abgrund stehen – und eins sei hier deutlich vermerkt: nicht alles war früher besser, z.b. die automaten sind heute viel, viel solider! item, ärgerlich da sowieso ausgehüngert beschloss ich, zu gambeln. begann also, der slotmachine ein zwänzgi zu geben. prompt antwortete sie “andere wahl”. mir wurde es zu blöd und ich konterte mit der rückgeldtaste. damit hatte sie offenbar nicht gerechnet und meldete schon fast wieder hündisch “ihr guthaben 2.70″ und liess selbiges fallen. verdutzt machte ich einen erneuten versuch und 1.50 später fischte ich seelenruhig zwei riegel aus dem kühlen schacht.

rechne:

1.70

gefüttert,

-2.70

retour

= -1.00

zwischenresultat, dann

1.50

gefüttert

= 2 riegel

=> 1 riegel = 25 rappen

= 1/10 der deliktsumme.

frau 1st denkt ja, dass unsereins auf der faulen haut liegt, weil wir nicht bloggen. tja, es kommt der realität zeitweise erschreckend nah, aber es ist auch wahr, dass zwischen den fussballfestspielen und dem heutigen (kurzfristig abgesagten) zsionistenkongress einiges vorgefallen ist, das frau auch hätte archivieren können.

ok, wir waren längere zeit quasi offline am neuenburgersee.

eigentlich die ganzen ferien; mazo pendelte von dort ins büro und wir anderen verwilderten…

dann rückkehr und wieder abreise im dienste (bzw. auf kosten) von euch allen: wo war ich?

das war harte arbeit!

davor, während der sommerfrische also, habe ich wieder mal alles mögliche ausser eben online und tageszeitungen gelesen. vieles war schon lange als mahnmal neben meinem bett aufgeschichtet – jetzt ist dort quasi tabula rasa. das nahrhafteste stück – gerade auf dem camping! – war grapes of wrath von john steinbeck. dann matt beynon rees mit bethlehem murders und a grave in gaza (wenigstens etwas kürzer aber auch nichts, was in der hiesigen bibliothek den 2.-klässlern ausgeliehen würde). weiter quasi als berufliche weiterbildung maturlektüren mit amélie nothombs stupeur et tremblements und cosméthique de l’ennemi, marc lévy toutes ces choses qu’on ne s’est pas dites, andreï makine, la musique d’une vie, hubert mingarelli, quatre soldats, charles ferdinand ramuz, derborence, schliesslich komplett fürs gemüt und auf deutsch, da es mir so mitgegeben wurde martin walkers, bruno, chef de police und zuletzt seite für seite mit macito lisa und finn retten die ritterburg von marliese arold.

jetzt bin ich ab und zu wieder online, sonst lese ich fräulein hallo und der bauernkaiser von liao yiwu. wenn ich könnte würde ich daneben walkers grand cru nehmen, aber der ist von meiner bar verschwunden. (und wer jetzt diesen satz korrekt interpretieren kann, mit der hebe ich einen). auf die düstere compijahreszeit!

die kontrollbehörde ist klug: sie motzt nicht und macht es husch lieber grad selber. selbstverständlich habe ich mich dann auch nicht eingemischt, als es um die platzierung ging, immerhin. schön gemacht, lieber herr mazo!

kohlenhydrate sind ja gemäss alex national frei (zitat coopzeitung) nur dann gesund, wenn man sie auch verbrennt, deshalb bin ich in letzter zeit auf etwas bewegung angewiesen…

demnächst werde ich (zustimmung der kontrollbehörde vorausgesetzt) daher folgendes basteln:

Schwebendes / Unsichtbares Bücherregal

die bücher, die ich dafür verwende? (*zum büchergestell schlurf*) äh, ich kann das nicht so recht. also den alten duden werde ich jetzt endlich ersetzen (aber deswegen noch lange nicht mit grossschreibung anfangen), vielleicht hat mazo noch ein veraltetes softwarebuch? alle anderen mit harten deckeln mag ich nicht hergeben, da kann ich sie noch so nie wieder lesen wollen…

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